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Und die Gewinner sind … – Ausgezeichnetes in vier Kategorien –

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Die Verleihung der DDV-Preise für Wirtschaftsjournalisten ist ein fixer Termin für Medienvertreter und Branchenkenner aus dem Umfeld strukturierter Wertpapiere. Bereits zum zwölften Mal fand diese Veranstaltung in feierlichem Rahmen im Kunstmuseum Stuttgart statt und wurde in enger Zusammenarbeit und mit Unterstützung der Börse Stuttgart und der Börse Frankfurt Zertifikate durchgeführt. Wessen Beitrag hat die Jury denn nun letztlich überzeugt? Mit Spannung lauschten die Zuhörer den Bewertungen in den vier Hauptkategorien. Darüber hinaus wurden wieder ein Sonderpreis der Jury und der Hauptpreis ausgelobt. Die Auszeichnung als Journalisten des Jahres ging dabei in diesem Jahr an den Börsenprofi Markus Koch.

Unsere Gesellschaft ist einem stetigen Wandel unterworfen. Davon sind nahezu alle Teilbereiche der Gesellschaftsordnung betroffen. Dabei gilt es, Herausforderungen zu meistern, denn ansonsten droht Stillstand. Auch die publizistische Arbeit von Journalisten ist fortwährenden Neuerungen und Anpassungen unterworfen. So verändert die Digitalisierung Gesellschaft, Politik und eben auch den Journalismus. Denn die Art und Weise wie sich Systeme letztlich zusammenfinden, bedingt auch den Fluss von Informationen. Individuen sind nicht mehr nur passive Konsumenten, sondern heutzutage auch aktive Sender von Informationen. Dennoch hat sich trotz allen Fortschritts eines nicht verändert: Leser benötigen echte Informationen, um letztlich selbst Entscheidungen zu treffen. Das Wesentliche herauszufiltern, ohne zu verkürzen ist und bleibt die Hauptaufgabe der schreibenden Zunft.

Seit 2008 zeichnet der Deutsche Derivate Verband am Vorabend der Anlegermesse INVEST jedes Jahr herausragende Beiträge aus. Wie im vergangenen Jahr wurden besondere journalistische Leistungen in vier Kategorien gewürdigt. Es gab zahlreiche Einsendungen (Print und Online) in den Rubriken Geldanlage, Altersvorsorge, Allgemeine Wirtschafts- und Finanzpolitik und strukturierte Wertpapiere. Neben dem Kriterium der sprachlichen Qualität sind die Originalität der Herangehensweise und insbesondere die Verständlichkeit für den Leser ausschlaggebend.

Gewinner in der Kategorie „Geldanlage“

Lukas Zdrzalek, Foto: René Schiffer

In der Kategorie „Geldanlage“ befand die Jury den Beitrag „Die Lagen der Nation“ vom Capital-Autorenteam um Lukas Zdrzalek als besondere gelungen und preiswürdig. Zdrzalek konnte bereits im vergangenen Jahr mit dem Beitrag „Ein Reinfall für zwei“ reüssieren. In ihrem Beitrag beleuchtet das Autorenteam sehr faktenreich, wie sich die Lage auf den Immobilienmarkt abseits der Hot-Spots und Zentren darstellt. Denn immer mehr Deutsche ziehen, mitunter gezwungenermaßen, aus den Metropolen heraus. Das Preisgefüge macht dies erforderlich. Die Autoren zeigen in einer ausführlichen Auswertung, welche Kommunen abseits der Metropolen am attraktivsten sind. Dies anhand von mehreren demografischen und ökonomischen Kriterien. Sie kommen zum Fazit, dass es dramatische Brüche zwischen West und Ost, Süd und Nord gibt und halten als mögliche nachhaltige Gewinner die Randlagen der Speckgürtel fest. Ein sehr aktuelles Thema, das Häuslebauer und Mieter gleichermaßen beschäftigt.

GEWINNER IN DER KATEGORIE „ALTERSVORSORGE“

Martin Reim, stv. für das Autorenteam €uro
Bernhard Bomke
Stephan Haberer

Auch das Rahmenthema der zweiten Kategorie „Altersvorsorge“ ist wiederum breit angelegt. Allenthalben ist zu lesen, dass sich die Situation in der Pflege verschärft. Die Menschen werden zwar älter, aber ihnen bleiben Krankheiten oftmals nicht erspart. Es gibt mehr Menschen, die durch Krankheiten wie Demenz mehr als stark eingeschränkt sind und sie bedürfen fachmännischer Hilfe. Die steigende Zahl von Pflegebedürftigen in Deutschland beschäftigt auch zunehmend die Politik. In ihrer Titelgeschichte „Pflege Spezial“ in €uro 7/18 geht das Autorenteam rund um Martin Reim, stellvertretender Ressortleiter Privatfinanz beim Finanzen Verlag, auf die diversen Aspekte rund um die Pflegesituation hierzulande ein. Ausgehend von der Pflegepflichtversicherung und dem finanziellen Kraftakt bei der professionellen stationären Pflege werfen die Autoren auch einen Blick auf die Anzahl und Qualität von Pflegeheimen. Eine detaillierte Übersicht über das Angebot von privaten Zusatzversicherungen und steuerliche Aspekte im Rahmen der häuslichen/stationären Pflege runden diesen vielschichtigen Beitrag ab. Trotz des Umfangs ist es dem Gesamtteam, namentlich neben Reim noch Stephan Haberer und Bernhard Bomke eindrucksvoll gelungen, diese komplexe Materie leserfreundlich aufzuarbeiten und mit wertvollen Praxisbeispielen und statistischem Material anzureichern.

GEWINNER IN DER KATEGORIE „ALLGEMEINE WIRTSCHAFTS- UND FINANZPOLITIK“

Simon Bock
Sven Prange

In der dritten Kategorie „Allgemeine Wirtschafts- und Finanzpolitik“ befanden die Juroren den Beitrag „Der Zauberer von Oz“ für preiswürdig. Dieser wurde in der WirtschaftsWoche als Gemeinschaftswerk von Simon Book (Reporter) und Sven Prange (Redaktionsleiter) veröffentlicht. Beide sind seit mehreren Jahren für das Medium tätig. In ihrem Text hinterfragen sie das Phänomen BlackRock und beleuchten dabei auch den Gründer und Vorstandsvorsitzenden Larry Fink. Wofür steht der weltweit größte Vermögensverwalter mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 6 Billionen Dollar? Fakt sei, dass Fink den Vermögensverwalter zum derweil größten Anleger der Welt geformt hat und damit zu einem zentralen und mächtigen Aktionär großer DAX-Konzerne. Das hat unweigerlich Implikationen zur Folge: die Unternehmen verändern sich. Kein Wunder, dass viele Marktteilnehmer die extreme Macht des Giganten kritisieren, der zusammen mit den Fondsanbietern Vanguard und State Street rund 80 Prozent des globalen ETF-Markts beherrscht. Die Frage bleibt, wie weit die Mitbestimmung letztlich geht und wer das Sagen in den Konzernen hat.

GEWINNER IN DER KATEGORIE „STRUKTURIERTE WERTPAPIERE“

Sascha Rose

Sascha Rose, Preisträger in der vierten Kategorie „Strukturierte Wertpapiere“, befasst sich seit einigen Jahren mit den Themen des Zertifikateuniversums. Nach einem Praktikum und anschließenden Volontariat ist er seit 2007 Redakteur bei Focus-Money im Ressort Markets. Seine Schwerpunkte sind strukturierte Wertpapiere/Zertifikate, Osteuropa und das Baltikum (Schwerpunkt Estland) sowie nachhaltiges Investieren. In seinem Beitrag „Kluger Tausch“ beleuchtet er die Charakteristika und Ausprägungen von Bonus-Zertifikaten. Er legt sehr anschaulich dar, warum es durchaus sinnvoll sein kann, mittels dieser Produktkategorie auf die Dividenden zu verzichten und gleichwohl eine attraktive Rendite einzufahren. Ferner legt er detailliert und mit etlichen Beispielen versehen dar, wann welche Strategie für welchen Anlegertypus interessant sein könnte (Strukturen mit/ohne Cap).

„SONDERPREIS“

Neben den Auszeichnungen in diesen Kategorien lobte die Jury wie auch im Vorjahr einen Sonderpreis aus. Er ging an die Redaktion von boerse.ARD.de. Die Verantwortlichen haben in ihrer Berichterstattung stets aufs Neue ihre Fähigkeit bewiesen, komplexe Sachverhalte einfach und präzise darzulegen. Ob es sich nun um einfache Begriffsklärungen im Umfeld des Börsendschungels dreht oder das Herunterbrechen von Finanzverflechtungen: die Redaktion hat immer – und dies seit Jahren – den geneigten Anleger und seinen Wissensstand im Fokus. Das zeugt nachhaltigen Mehrwert. Dies, obgleich die Wettbewerber sich eben auch mit ihren Angeboten (Print und/oder Online) um die Vorherrschaft drängeln und versuchen, die Verbraucher zu erreichen.

GEWINNER IN DER KATEGORIE „JOURNALIST DES JAHRES“

Markus Koch
Last but not least erfolgte auch dieses Jahr die Ehrung des Journalisten des Jahres. Die Jury einigte sich einstimmig auf den Börsenprofi Markus Koch. Nur wenige deutsche Börsenexperten haben eine vergleichbare Expertise wie der Wahl-New-Yorker. Er berichtet seit mehr als zwei Jahrzehnten für den Nachrichtensender n-tv und das Handelsblatt vom Parkett der New Yorker Aktienbörse. Koch hat im Laufe seiner mehr als 20-jährigen Karriere verschiedene Auszeichnungen entgegengenommen, da er es in seinen TV-Beiträgen, Vorträgen, Webinaren und neuen Formaten stets vortrefflich versteht, die Ereignisse auf den Punkt zu bringen und Hintergründe zu beleuchten. So erhielt er beispielsweise 2017 für seine Produktion von „Auf der Couch by Markus Koch“ den renommierten Friedrich und Isabel Vogel-Preis. Fernab dessen hat Markus Koch unter anderem seine Expertise bei der Web-Produktion wetheeconomy.com des jüngst verstorbenen Microsoft Co-Gründers Paul Allen eingebracht.