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Altona Mining — eine australische Kupfermine erhält kanadische Eigentümer

Altona Mining — eine australische Kupfermine erhält kanadische Eigentümer
Nachdem 2016 die vielversprechende Zusammenarbeit mit einem chinesischen Konzern scheiterte, ist nun die Übernahme der australischen Altona Mining durch die kanadische Copper Mountain besiegelt und dürfte voraussichtlich Ende April abgeschlossen sein. Der raschen Inbetriebnahme des Kupferprojektes Cloncurry in Queensland dürfte somit nichts mehr im Wege stehen. Die Derivate Magazin-Redaktion sprach mit Dr. Alistair Cowden, dem Managing Director von Altona Mining.
Herr Dr. Cowden, herzlichen Glückwunsch. Die Übernahme Ihres Unternehmens scheint durch zu sein?
Dr. Alistair Cowden: Richtig, es haben sich die Aktionäre beider Seiten für die Transaktion ausgesprochen – was aus meiner Sicht auch richtig ist, denn beide Seiten werden durch diese Zusammenarbeit profitieren können. Nun muss nur noch die Anerkennung des australischen Gerichts erfolgen und dann ist die Übernahme durch Copper Mountain erfolgt.
Copper Mountain erwirbt damit ein tolles Projekt in Australien, was ist der Vorteil für die Altona-Aktioäre?
Dr. Alistair Cowden: In der Tat hat Copper Mountain durch die Übernahme den Zugriff auf ein genehmigtes Entwicklungsprojekt in Queensland, eine 3.970 Quadratkilometer große Landposition in einer höchst aussichtsreichen Region sowie rund 30 Millionen Australische Dollar in bar erhalten. Die Altona-Aktionäre kamen dagegen in den Genuss eines beträchtlichen Bonus’ von rund 30 bis 40 Prozent auf ihre Aktie – abhängig vom betrachteten Ausgangskurs – und dürfen nun einen positiven Ausblick in die Zukunft genießen.
Sie sehen in diesem Deal also einen wichtigen Schritt in die Zukunft?
Dr. Alistair Cowden: Sagen wir es so: ohnen einen Partner hätten wir das Projekt nicht in die Produktion bekommen. Seit dem Scheitern der Zusammenarbeit mit den Chinesen sind wieder einige Monate vergangen und es schmerzt, wenn man sich deutlich schneller weiterentwickeln könnte. Unter dem Dach von Copper Mountain mit ihrem erfahrenen Managementteam, das ausgewiesene Qualitäten bei der Erschließung, Inbetriebnahme und Führung hat, sollte der Wert des Cloncurry-Projekts maximiert werden können. Durch den Zusammenschluß könnte schließlich das fünftgrößte Kupferunternehmen Australiens entstehen. Daneben steht nun durch die Produktionsaktiva von Copper Mountain bereits ein permanenter Cashflow zur Verfügung. Dies ist bei jeder weiteren Finanzierung ein nicht zu unterschätzender Vorteil.
Können Sie uns ein bisschen über das neue Mutterunternehmen erzählen?
Dr. Alistair Cowden: Copper Mountain ist ein kanadisches Rohstoffunternehmen mit Sitz in Vancouver. Das Flaggschiffprojekt von Copper Mountain ist die unweit der Stadt Princeton im Süden der kanadischen Provinz British Columbia gelegene gleichnamige Mine Copper Mountain. Das Unternehmen steht in einer strategischen Allianz mit der Mitsubishi Materials Corporation, die 25 Prozent der Minenanteile besitzt. Die Copper-Mountain-Mine beherbergt große Kupferressourcen, deren Mineralisierung in seitlicher Richtung und in der Tiefe offen ist. Dieses bedeutende Explorationspotenzial wird in den nächsten Jahren genauer untersucht, um das volle Erschließungspotenzial des Konzessionsgebiets zur Gänze bewerten zu können.
Wie schaut die Zukunft nach der Übernahme konkret aus?
Dr. Alistair Cowden: Bis 2020 ist geplant, im Gesamtkonzern eine jährliche Produktion von über 70.000 Tonnen Kupfer zu erreichen. Wir können nun mit gemessenen und angezeigten Ressourcen von über 1,8 Millionen Tonnen Kupfer sowie einer abgeleiteten Ressource von 1,5 Millionen Tonnen Kupfer aufwarten. Das fusionierte Unternehmen glänzt gleichzeitig mit einem Kassenbestand von runf 78 Millionen kanadischen Dollar. Durch die Zusammenlegung dürfte sich der Handel in die Aktie erhöhen und es zu einer verbesserten Marktliquidität an der TSX in Kanada sowie an der ASX in Australien kommen.
Und wie sieht Ihre persönliche Zukunft aus? Werden Sie auch nach der Übernahme dem Konzern erhalten bleiben?
Dr. Alistair Cowden: Voraussichtlich werde ich in das Board of Directors (vergleichbar mit dem deutschen Aufsichtsrat) von Copper Mountains aufgenommen werden. Daneben begleite ich weiterhin eine Führungsposition in Australien.

Dr. Alistair Cowden ist Managing Director der Altona Mining Limited. Er hat mehr als 30 Jahre als Geologe und Manager in der Bergbauindustrie in Australien, Afrika, Asien und Europa verbracht und war Teil der Entdeckungs- und Entwicklungsteams diverser großer Goldminen.

Siehe dazu auch TV-Interviews unter:
www.resource-capital.ch

Weitere Infos unter:
www.altonamining.com
www.cumtn.com