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Überholspur, Rally und Lauerstellung

Foto: Opla / iStock
Edelmetalle: Drei von vier sind nicht zu stoppen, das vierte könnte die anderen sogar noch toppen!

Gold, Silber und Palladium haben die Trendwende geschafft
Edelmetallinvestoren können aufatmen: Die Edelmetalle sind endlich wieder am Drücker! Im Falle von Palladium schon etwas länger – hier wurde bereits im Januar 2016 eine Trendwende eingeläutet, wobei der Palladiumpreis von 470 US$ bis auf 1.770 US$ je Unze sprinten konnte. Gold sah im Oktober 2018 das jüngste Tief und konnte seitdem von 1.180 US$ auf – in der Spitze – knapp 1.550 US$ je Unze zulegen. Im Juni 2019 erfolgte gar der Ausbruch aus einem jahrelangen Abwärtstrendkanal. In vielen Währungen notiert das gelbe Metall sogar auf oder nahe der Allzeithochs. Silber konnte ebenfalls im Juni 2019 nach oben ausbrechen und lief von knapp 14 US$ auf – in der Spitze – 19,30 US$ je Unze.

Während der jüngste Kursanstieg bei Silber und Palladium in erster Linie wirtschaftliche und spekulative Gründe hat, sind es bei Gold eher fiskalische und geopolitische Verwerfungen, die den Preis treiben. Einzig ein weiterhin extrem starker US$ verhindert (noch) ein neues US$-Allzeithoch für Gold.

Weiterer Spurt auf alte Zwischenhochs wahrscheinlich
Doch wie geht es jetzt weiter? Fest steht: Gerade bei Gold und Silber laufen wir gerade erst in die saisonal stärkste Phase hinein. Denn ab Oktober zeigen Gold und Silber sehr häufig ein relative Stärke, die bis in den Februar hinein anhalten kann.

Rein charttechnisch betrachtet ist beim Goldpreis in diesem Jahr noch die Marke von 1.600 US$ im Fokus, danach geraten die alten Hochs bei 1.900 US$ pro Unze ins Visier. Darüber hinaus zeigt ein Blick auf den Point-&-Figure-Chart bereits 2.150 bis 2.300 US$ pro Unze an. Bei Silber steht das letzte Zwischenhoch bei 19,30 US$ je Unze im Fokus. Danach gerät das 5-Jahres-Hoch bei 20,50 US$ ins Blickfeld. Sollte auch diese Marke fallen, ist der Weg für Silber nach oben frei.

Palladium konnte bereits eine fulminante Rallye hinlegen und befindet sich quasi am Allzeithoch. Gerade der Anstieg der letzten Monate ist fundamental nicht mehr zu erklären, was klar für spekulative Gründe spricht. Dementsprechend ist hier eher mit einem Rücksetzer als mit einem weiteren Anstieg zu rechnen. Spätestens bei der Marke von 2.000 US$ je Unze dürfte Schluss mit der Palladiumparty sein.

Gold: Zentralbanken kaufen wie verrückt
Nach Jahrzehnten der Goldverkäufe sind Zentralbanken weltweit seit 2010 wieder auf der Käuferseite – zuletzt waren sogar Rekordzukäufe zu verzeichnen. So haben 2018 insgesamt 23 Zentralbanken ihre Goldreserven aufgestockt – allen voran Russland (das mittlerweile China offiziell überholt hat). Aber auch die Türkei, Indien, Polen, Ägypten, Brasilien und Kasachstan haben 2018 kräftig Gold gekauft. So vergrößerten die Zentralbanken ihre Goldvorräte 2018 um 656,3 Tonnen. Das sind 73 Prozent mehr als 2017. Dadurch wurde eine große Menge des Angebots von den Zentralbanken vom Markt genommen. Für 2019 deutet sich eine weitere Steigerung des Goldkaufrausches der Zentralbanken an. Davon profitieren aktuell vor allem Goldproduzenten, die ihre Kosten im Griff haben und dadurch sehr hohe Margen erwirtschaften können. Zu diesen Profiteuren des Goldbooms zählt unter anderem Caledonia Mining, die sogar eine vierteljährliche Dividende mit einer Rendite von knapp 4 Proozent pro Jahr ausschüttet. Osisko Gold Royalties erzielt durch sein hochprofitables Royalty- und Streaminggeschäft Margen von annähernd 90 Prozent. Aber auch Goldwerte aus der zweiten und dritten Reihe gelten weiterhin als unterbewertet, obwohl sie einige hochkarätige Projekte und Bohrresultate vorzuweisen haben. So beispielsweise Auryn Resources, GoldMining, Maple Gold Mines, TerraX Minerals, Treasury Metals, US Gold und White Gold, die allesamt ihre Projekte in exzellenten Jurisdiktionen in Nordamerika haben. Steppe Gold steht kurz vor der ersten Goldförderung in der Mongolei (mit außerordentlich niedrigen Abbaukosten) und Bluestone Resources überrascht zuletzt immer mal wieder mit herausragenden Bohrergebnissen.

Silber wird immer stärker in technischen Anwendungen gebunden
Silber gilt seit jeher als Anlagemetall Nummer zwei. In erster Linie ist es aber ein industriell nachgefragtes Metall für High-Tech-Anwendungen. 56 Prozent der Gesamtnachfrage stammt aus den Bereichen Elektronik, Legierungen und Photographie. Seit 2011 spielt zudem der Photovoltaikbereich eine gewichtige Rolle für die Silbernachfrage. Vor allem China will seine Photovoltaik-Kapazitäten stark ausbauen. So will das Reich der Mitte allein bis 2020 110 Gigawatt an kumulierter Photovoltaik-Leistung erreichen. Damit wird immer mehr Silber für wenigstens 20 Jahre in entsprechenden Solarmodulen gebunden. Silberproduzenten wie Endeavour Silver und First Majestic Silver, aber auch angehende Produzenten wie MAG Silver, oder Unternehmen mit großen Silbervorkommen wie etwa Discovery Metals profitieren schon jetzt von einem bereits seit zehn Jahren existierenden Angebotsdefizit, das sich auch in den kommenden Jahren nicht auflösen wird, da die Förderung stetig zurückgeht.

Platin sollte sein Schattendasein beenden können – Substitution und Brennstoffzellentechnik machen es möglich
Im Gegensatz zur Entwicklung bei Palladium steht Platin, dessen Preis sich seit Ende 2011 halbierte. Dies hing in erster Linie damit zusammen, dass sich Platin und Palladium chemisch sehr ähnlich sind und in den letzten 20 Jahren zunehmend als Substitute im Haupteinsatzgebiet Katalysatoren erkannt wurden. Substitution ist allerdings vor allem eine Kostenfrage, weswegen der Nimbus von Palladium als günstigere Platin-Alternative aktuell nicht mehr besteht. Stattdessen kommt es zur umgekehrten Entwicklung, bei der Palladium zunehmend vom günstigeren Platin ersetzt werden könnte.

Daneben ist die Stromerzeugung mit Platinkatalysatoren ein großes Thema. Kostengünstige Wasserstoffspeichersysteme für Brennstoffzellenfahrzeuge und tragbare Anwendungen sind zwar noch Zukunftsmusik, aber allein China plant, bis 2030 zwei Millionen Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeuge zu produzieren. Ein großes Platinunternehmen investiert bereits zusammen mit Shell Technology in die Entwicklung der Wasserstoffkompressionstechnologie. Diese sogenannten Platin-Elektrofahrzeuge brauchen, wie der Name schon sagt, als Grundrohstoff Platin.

Ein Ende des aktuellen Angebotsüberschusses bei Platin ist bereits im laufenden, spätestens aber für das kommende Jahr 2020 zu erwarten. Ein Unternehmen, das dafür gewappnet ist, ist Sibanye-Stillwater. Die Gesellschaft fördert sowohl Platin als auch Palladium in den USA sowie Gold in Südafrika und zählt zu den sechs größten Edelmetallproduzenten weltweit.

AURANIA RESOURCES

ist ein Explorationsunternehmen, das im Dschungel Ekuadors nach mehreren verschollenen Gold­ und Kupferminen der Inkas und Spanier sucht. Statt eine Porphyr­Mineralisierung zu nden, stieß man bereits auf knapp 20! Dem Managementteam um CEO Dr. Keith Barron gelang 2006 mit Fruta del Norte schon einmal ein Volltre er in Ekuador. Das damalige Unternehmen Aure­ lian Resources wurde wenige Zeit später für 1,2 Milliarden CA$ vom Goldgiganten Kinross übernommen. Mit Aurania soll nun ein ähnlicher Coup gelingen

www.resource-capital.ch/de/unternehmen/aurania-resources-ltd/

AURYN RESOURCES

ist ein kanadisches Bergbau-Entwicklungsunternehmen. Die Gesellschaft besitzt aussichtsreiche Goldprojekte in Nunavut, British Columbia sowie weitere Gold-Kupferprojekte in Peru. Beim hochgradigen Committee-Bay-Goldprojekt in Nunavut konnten gerade zwölf neue Ziele durch eine Künstliche-Intelligenz-Software ausgemacht werden. Diese kostensparende Explorationsmethode führte auf dem 300.000 Hektar großen Projektgelände schon einmal zu einer signifikanten Neuentdeckung. In Peru könnte ein Projekt in Kürze versilbert werden.

https://www.resource-capital.ch/de/unternehmen/auryn-resources-inc.html

CALEDONIA MINING

ist ein Bergbau­ und Ent­wicklungsunternehmen mit klarem Fokus auf dem südlichen Afrika. Hauptasset ist ein 49­proztentiger Anteil an der Blanket Goldmine in Simbabwe. Dort förderte die Gesellschaft im ersten Halbjahr 2019 24.660 Unzen Gold. Bis 2021 will das Unternehmen seine jährliche Förderung auf bis zu 80.000 Unzen Gold erhöhen, langfristig sogar auf bis zu 250.000 Unzen ausbauen. Dazu wird aktuell der zentrale Schacht massiv ausgebaut. Das Unternehmen zahlt eine Quartals­ dividende mit einer Rendite von knapp 4 Prozent.

www.resource-capital.ch/de/unternehmen/caledonia-mining-corp/

COPPER MOUNTAIN MINING

ist ein Kupferproduzent aus Kanada. Das Flagg­schiffprojekt, die Copper Mountain Mine in
British Columbia, förderte im ersten Halbjahr 2019 44,4 Millionen Pfund Kupferäqui­valent zu Tage. Zudem konnten die Ressourcen des Eva­Projekts auf 836 Millionen Pfund Kupfer in den Kategorien „Gemessen und angezeigt“ sowie 206 Millionen Pfund in der Kategorie „Abgeleitet“ erhöht werden. Das hochkarätige Kupferprojekt Clon­curry in Australien wird in Richtung einer eigenständigen zweiten Mine entwickelt.

www.resource-capital.ch/de/unternehmen/copper-mountain-mining-corp.html

Batteriemetalle: Nickel macht es vor, Lithium, Kobalt und Kupfer werden folgen

Nickel schlägt 2019 alles – und das wird auch so bleiben
Welcher ist der am besten performende, metallische Rohstoff des Jahres 2019? Es mag für viele überraschend sein, aber es ist Nickel. Zugegeben, Nickel ist für viele Anleger ein langweiliges Metall, mit dem man bisher recht wenig anfangen konnte. Doch aufgepasst, neben Lithium wird in Zukunft vor allem Nickel DIE entscheidende Rolle bei der Produktion von Lithium-Ionen-Akkus für die Elektrorevolution spielen. Entscheidend dafür, dass sich das Elektroauto durchsetzen wird, ist weiterhin die Reichweite entsprechender Akkus. Und die wird in den kommenden Jahren deutlich vergrößert werden. Zudem wird durch eine Gewichtsreduktion der Batterie natürlich auch der Energieverbrauch entsprechend gesenkt werden können. Hierfür wird es in den kommenden Jahren zu einer Entwicklung weg von NMC (111) hin zu NMC (532) und letztendlich NMC (811) kommen. NMC steht hierbei für Nickel, Magnesium und Kobalt und die Zahl entspricht deren Verhältnis. Es wird also künftig schrittweise zu einem verstärkten Einsatz von Nickel zulasten von Magnesium und Kobalt kommen. Giga Metals verfügt auf seinem Turnagain Projekt sowohl über Nickel als auch über Kobalt – und das in immensen Mengen.

Lithium steht vor einem nicht abzuschätzenden Angebotsdefizit
Der Anteil an Lithium wird hingegen weiterhin konstant bleiben. Auch bei den von Panasonic und Tesla präferierten NCA-Batterien (Nickel-Kobalt-Aluminium) wird in der kommenden Generation der Lithiumanteil gleichbleiben. Für Investoren bedeuten die Entwicklungen bei den Batterien in erster Linie, dass kein Weg an Lithium vorbeiführt. Es gibt keine Alternative zu Lithium und es wird auch auf Sicht der kommenden fünf Jahre keine praxisrelevante Alternative geben. Gerade politische Risiken sind noch nicht einmal ansatzweise im aktuellen Lithiumpreis enthalten und bereiten der gesamten Industrie einiges Kopfzerbrechen. Demgegenüber steht die zu erwartende Nachfrageausweitung. Denn die Nachfrage nach Lithium erscheint nicht nur allein aufgrund, sondern auch vor allem wegen des neuen Boom-Sektors Elektromobilität nahezu gigantisch. Während diese im Fall von Lithium im Jahr 2000 noch bei rund 65.000 Tonnen LCE lag, waren es 2017 bereits 220.000 Tonnen LCE, die pro Jahr nachgefragt wurden. Bis 2025 rechnen Experten mit einem Anstieg der LCE-Nachfrage auf über 900.000 Tonnen pro Jahr. Selbst ohne politische Risiken gibt es kaum Chancen, die Produktion bis 2025 auf bis zu 1 Million Tonnen Lithium auszuweiten. Mit den gestiegenen Risiken und insbesondere der gestiegenen Unsicherheit hinsichtlich der langfristigen Stabilität in Südamerika ist dieses Ziel nahezu unerreichbar.

Zwei Unternehmen, die davon überdurchschnittlich profitieren könnten, sind Millennial Lithium und Neo Lithium. Beide besitzen große Lithiumressourcen, Pilot-Verarbeitungsanlagen und Deals mit den Provinzregierungen und den umliegenden Gemeinden, die den anstehenden Bau entsprechender Minen und Verarbeitungsanlagen unterstützen.

Kobalt ist kurz- bis mittelfristig ein Investment wert – Kupfer wird total unterschätzt
Wenngleich der Kobaltanteil in den Lithium-Ionen-Akkus in den kommenden Jahren sinken dürfte, ist Kobalt kurz- bis mittelfristig ein Investment wert. Denn faktisch existiert aktuell eine Versorgungslücke bei Kobalt, welche mittelfristig die Preise noch einmal nach oben treiben sollte.

Davon sollten die wenigen ernstzunehmenden Kobalt-Player profitieren – allen voran First Cobalt, das die einzige Kobalt-Raffinerie in Nordamerika besitzt und diese in den kommenden Monaten zusammen mit dem Schweizer Rohstoff-Riesen Glencore modernisieren und ausbauen wird.

Ein weiterhin absolut unterschätzter Elektrorohstoff ist Kupfer. Kupfer wird nicht nur für die Verbindung der einzelnen Komponenten in E-Autos, sondern auch für die Vielzahl an noch zu bauenden E-Ladestationen gebraucht, die für eine fächendeckende Infrastruktur notwendig sind. Laut Bundesregierung sollen in Deutschland bis 2030 weitere 30.000 Ladepunkte neu eingerichtet werden. Auch aus allen anderen Ländern, die jetzt auf die Elektromobilitätskarte setzen, wird die Kufernachfrage nach steigen. Das bedeutet Millionen Tonnen von Kupfer, die nicht nur für die Autos, sondern vor allem für die Ladeinfrastruktur gebraucht werden.

Gut für Unternehmen wie eine Copper Mountain Mining, die schon jetzt äußerst profitabel Kupfer fördert und noch dazu ein weiteres, hochkarätiges Kupferprojekt in der Hinterhand hat.

DISCOVERY METALS

ist ein kanadisches Berg­bauunternehmen, das sich auf Silber­ und Silber­-Zink-­Blei-­Projekte im Norden Mexikos konzentriert und über eine der größten unentwickelten Silberlagerstätten der Welt verfügt. Das Unternehmen hat innerhalb weniger Jahre allein beim Vorzeigeprojekt Cordero eine Silberressource von 595 Millionen Unzen sowie bedeutende Gold­, Zink­ und Bleires­ sourcen als Nebenprodukte nachgewiesen. Insgesamt beläuft sich Discovery Metals Ressourcenbasis auf über 1,5 Milliarden Unzen Silberäquivalent.

www.resource-capital.ch/de/unternehmen/discovery-metals-corp/

MAG SILVER

besitzt über ein Joint Venture mit Fresnil­lo Silver, dem größten Silberproduzenten Mexikos, einen
44­prozentigen Anteil am hochgradigen Silberprojekt Juanicipio. Dieses wird aktuell zu einer der größten Silberminen der Welt entwickelt und soll im zweiten Halbjahr 2020 in Betrieb genommen werden. Juanicipio besitzt sowohl eine große Ressource von weit über 300 Millionen Unzen als auch hohe Grade von mehr als 600g/t Silberäquivalent. Jüngst entdeckte man eine neue, hochgradige Silberader, die weiteres Explorationspotenzial bietet.

www.resource-capital.ch/de/unternehmen/mag-silver-corp/

MILLENNIAL LITHIUM

ist ein kanadisches Bergbauunternehmen, das seinen Fokus auf Lit­hium­Projekte in Argentinien legt. Das Flagg­schiffprojekt Pastos Grandes besitzt eine hochgradige Lithium­Ressource. Die gute infrastrukturelle Lage sollte eine mögliche Produktion beschleunigen. Die neue Machbarkeitsstudie zeigt ganz klar auf, dass das Unternehmen über 40 Jahre eine Lithium­Förderung zu absoluten Niedrigkosten bewerkstelligen kann. Nach der Er­richtung eines Camps geht es jetzt an die Finanzierung und den Minenbau.

www.resource-capital.ch/de/unternehmen/millennial-lithium-corp/

OSISKO GOLD ROYALTIES

ist eine kanadische Royalty­-Gesellschaft, die sich hauptsächlich auf Edelmetall­-Royalty­ und ­-Strea­ming-­Lizenzabkommen in Nord­ und Südamerika fokussiert hat. Bei diesem Geschäftsmodell geht es darum, Minenunternehmen in der Explorations­ oder Konstruktionsphase zu finanzieren, um dafür einen bestimmten Prozentsatz des Goldes/Silbers der künftigen Mine zu erhalten. Zuletzt sorgte die Gesellschaft mit der 338 Millionen Dollar schweren Übernahme von Barkerville Gold Mines für Schlagzeilen.

www.resource-capital.ch/de/unternehmen/osisko-gold-royalties-ltd/

SIBANYE-STILLWATER

ist ein südafrikanisches Berg­bauunternehmen und zählt zu den jeweils sechs größten
Gold­ und Platingruppenmetall­-Produzenten der Welt. Die Hauptaktivitäten liegen in Südafrika, wo man sich mittels mehrerer kluger Zukäufe zum größten Förderer des Landes hochgearbeitet hat. Daneben besitzt Sibanye-­Stillwater ein zweites Standbein in den USA. Durch den Kauf von Stillwater Mining gelang dem Unternehmen nicht nur eine regionale Diver­sifizierung, sondern auch eine Reduzierung der Förderkosten.

www.resource-capital.ch/de/unternehmen/sibanye-stillwater-ltd/

Batteriemetalle: Nickel macht es vor, Lithium, Kobalt und Kupfer werden folgen

Uran: Wenn die Amis sich entschieden haben, fliegt der Deckel weg
Zugegeben: Eigentlich sollte der Uranpreis schon längst fliegen. Dass dem nicht so ist, ist die Schuld von Donald Trump. Anstatt sich klar zur US-Uranindustrie zu bekennen, berief der US-Präsident im Juli eine Uran-Working-Group ins Leben, die bis Mitte Oktober 2019 erarbeiten sollte, inwieweit Uranimporte aus Staaten der ehemaligen Sowjetunion schlecht für die Uranversorgung sein würden.

Auch diese Uran-Working-Group hat es bis Mitte Oktober nicht geschafft, diese Abhängigkeit herauszufinden, weswegen der Uran-Spotpreis weiterhin wie gelähmt auf einem Niveau zwischen 24 und 25 US$ je Pfund U3O8 verharrt. Das ist ein Preis, zu dem keine Mine weltweit seriös, das heißt ohne staatliche Subventionen, Uran fördern kann. Die Krux daran ist, dass aktuell kein einziger US-Kernkraftbetreiber abschätzen kann, inwieweit er zukünftig Uran von US-Uranproduzenten abnehmen muss. Genauso ergeht es den US-amerikanischen, kanadischen oder kasachischen Minenbetreibern. Erst wenn die einberufene Uran-Working-Group und letztendlich Trump eine Entscheidung gefällt haben – egal in welche Richtung –, wird der Uran-Spotpreis anspringen und damit auch wieder die Uran-Minentitel.

Besonders davon profitieren könnten die US-Uranwerte Uranium Energy und Energy Fuels, aber auch die kanadischen Uran-Entwickler Fission 3.0 und IsoEnergy, die im kanadischen Athabasca Basin einige hochkarätige Uranprojekte besitzen.

Fazit: Der Anleger entscheidet selbst, ob er aufs richtige Pferd setzt
Edelmetalle dienen in erster Linie als Wertaufbewahrungsmittel und Inflationsschutz. Jedoch sollte man entsprechende Minenunternehmen nicht unbeachtet lassen, denn diese sind nach wie vor sehr günstig. Vor allem Produzenten mit Dividenden sind nun erste Wahl. Angehende Edelmetallproduzenten haben einen enormen Hebel auf den jeweiligen Metallpreis und eignen sich hervorragend als Investments. Im Bereich der Batteriemetalle ragen aktuell nur wenige Minenwerte heraus, die überhaupt schon etwas vorzuweisen haben. Hier gilt: Der Elektro-(Mobilitäts-)Boom ist nicht mehr aufzuhalten, was zu einem noch nicht abschätzbaren Angebotsdefizit bei Lithium, Kobalt, Nickel und Kupfer führen wird. Bei Uran schaut alles auf Trump und seine Uran-Working-Group, die mangels Entscheidungsfreudigkeit den Spotpreis komplett lähmt. Fällt hier eine Entscheidung – egal in welche Richtung –, wird es zu einem Run der Energieanbieter auf die Uranproduzenten kommen, womit der Uranpreis wieder in Richtung 50 US$ laufen sollte. Wer jetzt auf die richtigen Pferde setzt, wird bei der künftigen Rallye nicht nur auf der Überholspur, sondern als erster im Ziel landen.

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