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Neues Jahr, neues Geschick

Foto: JoshuaCreative / iStock

Tipps und Trends für ein erfolgreiches Jahr 2018

Auf ein Neues, mögen sich die Anleger weltweit in Anbetracht des Jahreswechsels denken und recherchieren in den veröffentlichten Analysen zahlreicher Emittenten und Research-Häuser. Auf der Suche nach dem nächsten Tenbagger oder Outperformer gilt es, vergangene Beobachtung zu nutzen und mit eigenen Erwartungen clever zu agieren. Doch Vorsicht bei der Wertpapierauswahl ist angebracht, denn eine kontinuierliche Nachjustierung könnte in 2018 wichtiger denn je werden.

Auch im neuen Jahr geht es für Anleger wieder einmal darum, mehr Hintergründe zu erfahren und relevante Informationen zu erhalten, um damit klügere Entscheidungen zu treffen. Schließlich beabsichtigen viele Investoren, auf den Zug zu springen, solange er noch nicht an Fahrt gewonnen hat und damit vielleicht vor dem großen „Run“ und der entsprechenden Marktbewegung zu agieren.

Doch insbesondere zur Zeit des Jahreswechsels werden die Postfächer der Marktteilnehmer weltweit von unzähligen Prognosen überschüttet. Geht die Börsenrally weiter, erleben wir eine Hausse oder sinken die Kurse gar bis zu einer Baisse? Welche Geldanlagen versprechen überdurchschnittliche Chancen, welche sind zu risikoreich?

Vergangene Beobachtungen

Neben den zahlreichen Anlegern in Deutschland stellen sich jedoch auch die Finanzjongleure ein aufs andere Mal zum neuen Jahr, aber auch unterjährig, diese Fragen. Es ist Vorsicht geboten, denn bei Prognosen oder auch Vorhersagen zu künftigen Entwicklungen handelt es sich mitunter um Aussagen, denen Beobachtungen aus der Vergangenheit zugrunde liegen. Sie richten sich häufig auf Variablen, die kaum durch denjenigen gestaltbar sind, der die Prognose vornimmt. Dennoch gehört zu ihrer Grundlage, dass gewisse Grundstrukturen in der Vergangenheit und Zukunft unverändert wirken.

Ganz allgemein geben Prognosen in etwa die Marktrichtung und Tendenz vor. Trotzdem sollten diese nicht ohne weitere Recherche, eigene Meinung und zwischenzeitlicher Nachjustierung in die jeweilige Anlagestrategie einbezogen werden. Dies lässt sich recht gut an den Erwartungen für den DAX Anfang 2017 ablesen: Zum damaligen Zeitpunkt lagen die veröffentlichten Aussichten der 30 größten Banken in Deutschland bis zum Jahresultimo durchschnittlich bei 11.629 Punkten. Auf Basis des Schlusskurses im Jahr 2016 hätte dies faktisch nur eine Veränderung von etwa ein Prozent bedeutet. 29 Analystenmeinungen lagen für 2017 bei maximal 12.000 Punkten, die niedrigste bei 10.400 Punkten. Ein Bankhaus lehnte sich mit 12.300 Punkten am weitesten aus dem Fenster.

Hätte sich ein Anleger also lediglich an den DAX-Prognosen zahlreicher Analysten zu Jahresbeginn 2017 orientiert, wären diese dem Aktienmarkt mit weitaus größerer Skepsis begegnet als nötig gewesen wäre. Denn tatsächlich rannte der deutsche Leitindex im ersten Jahresdrittel 2017 von einem Allzeithoch zum nächsten. In der Folge erhöhten die Analysten im Mai 2017 ihre ursprünglichen Erwartungen auf durchschnittlich 12.733 Punkte.

Und so ging mit dem Jahr 2017 ein unerwartet erfreuliches Aktienjahr zu Ende, der DAX legte nach seiner sommerlichen Verschnaufpause im Jahresverlauf rund 12,5 Prozent auf 12.917,64 Punkte zu und erreichte im November ein Rekordhoch von 13.526 Punkten.

Aktuelle Erwartungen

Während viele Analysten das Jahr 2017 eher vorsichtig bewerteten, zeigen sie sich für 2018 – trotz der inzwischen weiter gestiegenen Aktienkurse und der zum Teil schon hohen Bewertungen – wieder zuversichtlich. Laut einer Umfrage unter 24 Kreditinstituten, Fondsgesellschaften und Versicherern erwarten die Spezialisten den DAX in 2018 im Durchschnitt auf knapp unter 14.000 Punkten. Besonders optimistisch traten bei der Befragung das Hamburger Bankhaus M.M.Warburg, die italienische Unicredit sowie die Santander Asset Management in Erscheinung. Erstere nennen für den DAX zur Jahresmitte ein Indexniveau von 15.000 Punkten, immerhin ein Kursanstieg zum Jahresende 2017 um rund 16 Prozent. Alle drei Kreditinstitute sind sich bei ihrer Jahresendprognose einig; diese beträgt 14.500 Punkte. Währenddessen erwartet die Deutsche Bank den DAX bei 14.100 Punkten, die DZ Bank rechnet mit 14.000 Punkten und BNP Paribas mit 13.700 Punkten.

„Ich bin für 2018 vorsichtig optimistisch. Die Unternehmensgewinne dürften mehrheitlich steigen und damit auch der deutsche Leitindex noch Luft nach oben haben. Auf der anderen Seite belastet der starke Euro den DAX weiterhin“, sagt Börsenstratege und Börsenbrief-Herausgeber Ulrich W. Hanke von boersianer.info

Besonders pessimistisch zeigt sich dagegen die Helaba. Sie erwartet für den DAX zur Jahresmitte 12.500 und zum Jahresende 12.300 Punkte. Die Kombination aus hoher Bewertung und erhöhter Risikofreude berge erhebliche Rückschlaggefahren, zumal die Konjunkturstimmung vermutlich ihren Höhepunkt erreicht habe. Aus fundamentaler Sicht bestehe daher für die kommenden Monate kaum Raum für Kurszuwächse.

Deutsche Erfolgsstory

Laut M.M.Warburg werde die deutsche Wirtschaft im Jahr 2018 abermals stark wachsen. Da auch die Weltwirtschaft die Wachstumsampeln auf Grün gestellt hat, sollte sich die deutsche Erfolgsstory fortsetzen.

 

INDEX ZERTIFIKATE AUF DEN DAX

Emittent WKN Laufzeit
BNP Parisbas 792867 endlos
Deutsche Bank DE04YH 17.12.2020
HSBC TD675X 20.12.2018
Morgan Stanley MS8FWN endlos
Quelle: finanzen.net; Stand: 31.12.2017

 

Dieser Meinung ist auch Dr. Ulrich Stephan. Der Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank ist überzeugt davon, dass sich die Weltkonjunktur in einem robusten und global synchron verlaufenden Aufschwung befindet. Gestützt wird dieser durch einen spürbaren Anstieg des Welthandels und steigende Investitionstätigkeiten der Unternehmen weltweit. Zwar könnten geopolitische Risiken und eine stärker als erwartete Inflationsentwicklung den Trend kurzzeitig abbremsen, insgesamt erwartet er für die Weltwirtschaft jedoch ein Wachstumsplus von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr – das stärkste Wachstum seit 2011. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt sieht er in 2018 stabil bei mindestens 1,8 Prozent.

 

FAKTOR TRACKER (CALL) ZERTIFIKATE AUF DEN DAX

Emittent WKN Laufzeit
CITI CX6W0F 300
DZ Bank DZF01S 1.000
HypoVereinsbank/UniCredit HW05DL 500
Vontobel VZ8LDX 800
Quelle: finanzen.net; Stand: 31.12.2017
DAX-Favoriten

Durch die extrem hohe Liquidität in den Märkten, teilweise überteuerte Immobilienmärkte in vielen Großstädten und nahezu abgeschaffte Zinsen sollte auch in Zukunft kein Weg an Aktien vorbeiführen. Hierbei ist jedoch Vorsicht angebracht, denn nur durch eine gezielte Aktienauswahl lässt sich die Spreu vom Weizen trennen und der Depoterfolg deutlich steigern. Während Anleger mit einem Drittel der deutschen Blue Chips langfristig Kapital verlieren oder nur minimale Gewinne erzielen, stehen bei den besten DAX-Werten jährliche zweistellige Kursgewinne auf der Anzeigetafel.

So sollen laut dem boerse.de Aktienbrief insbesondere drei DAX-Aktien mit hervorragenden Perspektiven im Jahr 2018 in der Gunst der Anleger stehen. Laut den Analysten errechnet sich die höchste Kursrendite unter allen DAX-Werten für Fresenius, den weltweit führenden Healthcare-Konzern und Mutter des Dialysespezialisten Fresenius Medical Care. Die Aktie kletterte in den vergangenen zehn Jahren im Schnitt um 14 Prozent jährlich. Zudem dürften sich die Aktionäre in 2018 auf die 24. Dividendenerhöhung in Folge freuen.

Auch Aktionäre von Henkel verbuchten in der Dekadenbetrachtung einen Kursgewinn von im Mittel 14 Prozent pro Jahr. Zusätzlich hat der weltweit agierende Konsumgüter-Riese die Dividende seit 1994 jedes Jahr erhöht, respektive unverändert belassen.

Eine attraktive Dividenden-Rendite von derzeit rund 2,5 Prozent winkt auch Bayer-Aktionären. Mit der Monsanto-Übernahme im Jahr 2016 stieg das DAX-Urgestein zum weltweit größten Anbieter für Saatgut und Pflanzenschutzmittel auf. Als Investment verbesserte sich die Bayer-Aktie seit 2006 durchschnittlich um 7,6 Prozent pro Jahr.

Wettkämpfe und Ereignisse

Gerade die Vorfreude bei Sportartikelherstellern ist groß, denn das Jahr 2018 steht auch im Zeichen des Sports. Selbst wenn die Olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang aus deren Sicht eher als Event gesehen werden, welcher für den Sport an sich begeistert und bedeutende Aufmerksamkeit bringt, so hofft die Branche vor allem auf gute Geschäfte rund um König Fußball. Sollte die deutsche Nationalmannschaft eine erfolgreiche Fußball-Weltmeisterschaft spielen, könnten die Verkaufszahlen – zumindest bei Adidas – in die Höhe schießen.

So ist der Fußball-Umsatz von Adidas im Jahr 2014 – Deutschland wurde Weltmeister – auf ein Rekordniveau geklettert. Unterm Strich standen seinerzeit Umsätze von rund 2,1 Milliarden Euro in der Kategorie Fußball. Insgesamt setzte Adidas mehr als acht Millionen Trikots ab, davon drei Millionen der deutschen Mannschaft. Wenn es für „Die Mannschaft“ 2018 wieder so gut läuft, könnte Adidas ein Sahnehäubchen auf den ohnehin glänzenden Umsätzen winken.

Nach einer Schwächephase läuft es auch bei Puma wieder rund. Bei der Fußball-WM in Russland wollen die Franken als Ausrüster der Teams von Uruguay und der Schweiz sowie einer Reihe herausragender Einzelspieler Markenpräsenz zeigen.

Übrigens, neben Fußball und Olympia werden Sportbegeisterte auch mit der Handball-EM in Kroatien und der Leichtathletik-EM in Berlin belohnt.

Börsenrelevante Entscheidungen

Das Jahr 2018 verspricht also spannend zu werden – auch politisch. In Deutschland steht die Bildung einer Regierung bevor. Nachdem die Sondierungsgespräche zwischen CDU/CSU, Grünen und FDP für eine Jamaika-Koalition gescheitert sind, steht die Frage im Raum, ob es nun zu einer Neuauflage der großen Koalition kommt oder vielleicht doch Neuwahlen in Erwägung gezogen werden.

Neben den weiteren Entwicklungen des Brexits könnten sich mit den Parlamentswahlen in Italien in der ersten Jahreshälfte 2018 Risikofaktoren für die Europäische Union ergeben, je nachdem, wie die eurokritische Protestpartei 5-Sterne-Bewegung abschneidet. Dennoch bewerten viele Analysten die Eurozone politisch stabil und verweisen auf die Situation des letzten Jahres. Die Wahlen in den Niederlanden und in Frankreich hingen wie eine Art Damoklesschwert über den Börsen. Letztlich kam es jedoch nicht zu dem befürchteten starken Rechtsruck. Gleichwohl könnte die Politik den Bullen im neuen Jahr einen Strich durch die Rechnung machen. Eine gewisse Gefahr besteht darin, dass potenzielle Risiken wie die Nordkorea-Krise oder der Streit um die Ukraine an der Börse mehr oder weniger ignoriert werden.

Erwartete Zinsentscheide

Darüber hinaus stehen Entscheidungen in den USA im Fokus: Anfang Februar wird Janet Yellen von Jerome Powell an der Spitze der Fed abgelöst. Unter Yellen gab es im vergangenen Jahr drei Zinserhöhungen. Es wird erwartet, dass Powell diesen Weg weitergeht, weitere Zinsschritte folgen und die Zinsschere zwischen dem Euroraum und den USA weiter auseinandergeht.

Börsenstratege und Börsenbrief-Herausgeber Ulrich W. Hanke von boersianer.info erklärt:

„Spielen Inflation und Wirtschaftswachstum mit und die US-Notenbank Fed hebt die Zinsen 2018 tatsächlich dreimal an, wenn auch nur in weiteren Minischritten, dann steht der Leitzins Ende des Jahres bei vermutlich zwei bis 2,25 Prozent. Da kann man dann in meinen Augen nicht mehr von lockerer Geldpolitik sprechen, die die Aktienmärkte stützt. Jede Zinserhöhung dürfte zudem für Unruhe sorgen, sind steigende Zinsen doch Gift für die Aktienmärkte.“

Im Jahr 2017 schaffte der US-Standardwerteindex Dow Jones den größten Jahresgewinn seit 2013 – ein Plus von 25,2 Prozent. Dabei legte er seit dem Frühjahr neun Monate in Folge zu und schaffte somit die längste Serie seit fast 60 Jahren. Im historischen Kontext ist eine derartige Performance von 25 Prozent jedoch gar nicht so selten wie man meinen sollte. Seit seinem Bestehen erreichte dies der Dow Jones 21 Mal.

Argument für europäische Aktien

Die Europäische Zentralbank wird voraussichtlich an ihrer Nullzinspolitik festhalten und verweist auf die Inflation. EZB-Präsident Mario Draghi erwartet für 2020 auf dem Gebiet der Währungsunion eine Teuerung von gerade einmal 1,7 Prozent. Diese liegt damit immer noch unter dem EZB-Ziel von knapp zwei Prozent. „Ein großes Ausmaß an geldpolitischer Hilfe ist daher weiterhin notwendig“, sagte Draghi nach der letzten Notenbanksitzung in 2017. Das bedeutet wiederum: An den Rentenmärkten stoßen Anleger weiterhin auf Magerkost und das wäre ein weiteres Argument für die Geldanlage in Aktien, zumal im Jahr 2018 durchaus Sektoren zu den Gewinnern zählen könnten, die für gewöhnlich als insgesamt schwankungsanfällig gelten, aber von der derzeit blühenden Konjunktur profitieren. Die Rede ist von Werten aus den Branchen Banken, Versicherungen, Chemie und Automobilindustrie.

Immerhin hat die Europäische Zentralbank mittlerweile eine Reduzierung der Wertpapierkäufe eingeleitet. Der jüngste Beschluss sieht ab Januar 2018 die Halbierung des monatlichen Ankaufvolumens auf 30 Milliarden Euro vor. Terminiert ist das Programm bis September. Über das, was danach geschieht, kann derzeit nur spekuliert werden. Einige Analysten vermuten, dass Mario Draghi das Ankaufvolumen ab September zunächst weiter reduziert und es dann ganz auslaufen lässt. Entsprechend dürfte eine Leitzinserhöhung und damit das Ende der Nullzinspolitik voraussichtlich erst im späteren Verlauf des Jahres 2019 anstehen. Auch hier ist Vorsicht geboten, denn sollte die EZB bei der Normalisierung der Geldpolitik ein schnelleres Tempo an den Tag legen, könnten die Märkte zwischenzeitlich gehörig unter Druck geraten.

Potential für japanische Aktien

Für Japan sollte die Stabilisierung der Inflation auch in 2018 schwer zu erreichen sein. Immerhin wird die deflationsgeplagte japanische Notenbank der Finanzierung öffentlicher Haushalte und staatlicher Konjunkturprogramme vermutlich volle Rückendeckung geben. Damit könnte die japanische Wirtschaft in den Genuss von Infrastrukturprojekten kommen, die einerseits zu privatwirtschaftlichen Folgeinvestitionen führen und anderseits den Aktienmarkt stützen. Dieser sollte gleichzeitig von einem geldpolitisch gedrückten Yen Rückenwind erhalten. Denn laut zahlreichen Markterwartungen scheint die Bank of Japan derzeit nicht einmal ansatzweise an eine Einschränkung ihrer ultralockeren Geldpolitik nachzudenken.

Übrigens zählt die japanische Notenbank bei 800 der börsengehandelten 3.675 japanischen Unternehmen zu den zehn größten Aktionären. Japanische Aktien sollten damit recht gut abgesichert sein. Entsprechend sollten wie in 2017, auch in diesem Jahr die Kursgewinne die Währungsverluste für Euro-Anleger aufgrund der Yen-Schwäche überkompensieren. Luft nach oben hat der Nikkei 225 reichlich. Kein Aktienindex der führenden Industrieländer ist von seinem Allzeithoch, das er 1989 erklomm, so weit entfernt wie das japanische Leitbarometer. Japan könnte ebenso wie Europa vom anziehenden Welthandel profitieren und gleichzeitig Unterstützung beim Export durch den schwächeren Yen erhalten.

Asien im Wandel

Auch chinesische Aktien könnten in Zukunft wieder interessanter werden (siehe CHINA 2018). Denn durch die wachsende Marktöffnung dürfte die Aufmerksamkeit internationaler Investoren für chinesische Festlandaktien sukzessive zunehmen. Zudem sollte laut Dr. Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank, die Liberalisierung der Kapitalmärkte in China dazu führen, dass Einheimische mittelfristig auch außerhalb des Festlandes diversifizierter in Aktien investieren – etwa in Hongkong oder im Ausland.

Zwar sind Überhitzungen im gewerblichen und privaten Kreditbereich Chinas unverkennbar. Ihnen wirken jedoch einerseits die dortigen Aufsichtsbehörden in Form von strikteren Kreditvergaberegeln und andererseits Chinas Zentralbank durch die Begrenzung von konjunkturellen Reibungsverlusten entgegen.

Gefragte Zukunftsbranchen

Aufgrund der globalen Vernetzung und dem damit zusammenhängenden Anstieg der digitalen Datenflut dürften im Jahr 2018 insbesondere Zukunftsbranchen wie das Internet der Dinge weiter in den Fokus rücken. Da mittlerweile beim Thema Onlinewelt kein Weg mehr an den chinesischen Internetkonzernen vorbeiführt, könnte auch die Wertentwicklung von Unternehmen wie Alibaba, Baidu oder auch Tencent interessant sein. Anleger sollten daher ein Blick auf den Solactive China Internet Index werfen. Neben den drei genannten Playern kann somit auch an Kurssteigerungen von sieben weiteren führenden Branchenriesen aus China partizipiert werden, beispielsweise über das Zertifikat der Deutschen Bank (WKN DB2CNT).

Auch in diesem Jahr gibt es wieder eine Vielzahl von Chancen. Anleger sollten aber auch die Risiken im Auge behalten. Nicht jedes Wertpapier verspricht ein Tenbagger oder Outperformer zu werden. Mit einem glücklichen Händchen, der richtigen Informationsquelle, einer anpassungsfähigen Strategie und der notwendigen Aufmerksamkeit könnte das Jahr 2018 ein erfolgreiches werden.